MRT-Angiographie

Methode

Die MR-Angiographie ist eine moderne Untersuchungsmethode, die detailgenaue Aufnahmen des menschlichen Blutgefäßsystems ermöglicht. Zur Untersuchung wird der Patient in einer von einem sehr starken Magnetfeld umgebenen Röhre gelagert, die bei Geräten der neueren Generation eine Weite von bis zu 70 cm bietet. Die im menschlichen Körper am häufigsten vorkommenden Atomkerne des Wasserstoffs (Protonen) werden dabei in gleicher Richtung ausgerichtet und können dann über spezielle Radiowellen gezielt angeregt werden. Während der Aufnahme wird über eine Armvene ein MR-Kontrastmittel injiziert, die vom Körper zurückgesendeten Signale werden von einem leistungsstarken Computersystem zu Übersichtsaufnahmen des Blutgefäßsystems umgewandelt. Durch diese Untersuchungstechnik kann in den meisten Fällen auf eine für den Patienten belastendere invasive kathetergestützte Röntgen-Gefäßdarstellung (DSA) verzichtet werden.

Anwendung

Dieses Untersuchungsverfahren wird bevorzugt zur Abklärung von Durchblutungsstörungen im Bereich der Becken- und Beinarterien ("Schaufenster-Krankheit") oder aber der hirnversorgenden Halsgefäße ("drohender Schlaganfall") eingesetzt.

Gründe diese Untersuchung nicht durchzuführen

Die Untersuchung ist nicht geeignet für Träger von Herzschrittmachern oder Innenohr- Implantaten. Bei Metallfremdkörpern wie z. B. einem Gelenkersatz, Metallsplitter, Gefäßstützen (Stents), Klipps nach Operationen und bei Schwangerschaft muss in Einzelfällen entschieden werden, ob eine Kernspinangiographie möglich bzw. sinnvoll ist. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (aktueller Laborkreatininwert) kann die Untersuchung mit Kontrastmittel nicht durchgeführt werden. Zum Teil ist aber eine Gefäßdarstellung ohne Kontrastmittel möglich. Ist eine Kontrastmittelempfindlichkeit (KM-Allergie) bekannt, bitten wir Sie, uns darüber zu informieren, damit wir entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen können.

Mögliche Begleiterscheinungen

Bei den angewendeten Magnetfeldern sind schädigende Wirkungen auf den Körper nicht zu befürchten. Bei Verwendung von Kontrastmitteln (verabreicht über eine Armvene) sind Nebenwirkungen extrem selten, da diese Kontrastmittel sehr gut verträglich sind.

Patientenvorbereitung

Da Sie sich während der Untersuchung in einem starken Magnetfeld befinden, müssen metallische Gegenstände wie z. B. Schlüssel, Münzgeld, Feuerzeug, Uhr, Brille, Schmuck, Gürtel oder magnetempfindliche Dinge wie Kredit- und Scheckkarten oder auch ein Hörgerät abgelegt werden. Sollten Sie unter besonderer Unruhe oder Angst vor engen Räumen leiden, ist vor der Untersuchung die Gabe eines entsprechenden gut verträglichen Beruhigungsmittels möglich. In diesem Falle sollten Sie aber eine Begleitperson mitbringen, da Sie nach der Untersuchung bei der Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt sein können.

Dauer

Während der Messzeit im MR-Gerät, die von einem technisch nicht vermeidbaren Schaltgeräusch (Klopfen) begleitet ist, sollten Sie ruhig und entspannt liegen, da jede Bewegung Störungen im Bild verursacht und so die Untersuchungszeit verlängert. Durchschnittlich dauert die Aufnahmezeit ca. 20 Minuten im Gerät. Wegen der nachfolgenden aufwändigen Bildnachverarbeitung dauert es danach allerdings nochmals ca. 20 Minuten, bis die Aufnahmen endgültig zur Befundung vorliegen.

Voruntersuchung

Zum Ausschluss einer Nierenfunktionsstörung ist ein aktueller Kreatininwert, nicht älter als 3 Monate, nötig. Befundberichte oder Bilder von zurückliegenden Untersuchungen (Vorangiographie, Gefäßduplex, Sonographien) können bei der Auswertung oder zum Vergleich hilfreich sein und sollten, wenn möglich, mitgebracht werden.

Ergänzungsuntersuchung

Die MR-Angiographie stellt eine sehr aussagekräftige Untersuchungsmethode dar, in einzelnen Fällen können jedoch Fragen offen bleiben, die eine weitere Abklärung durch andere Untersuchungsmethoden nötig machen (z. B. kathetergestützte Gefäßdarstellung).

Nachsorge

Eine spezielle Nachsorge ist nicht nötig. Falls Sie ein Beruhigungsmittel verabreicht bekommen haben, sind Sie nach der Untersuchung für 12 Stunden nicht fahrtauglich und sollten daher nicht am aktiven Straßenverkehr teilnehmen.


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